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title: "Sessellift | Klewenalp-Stockhütte"
url: "https://www.klewenalp.ch/bauprojekte/sessellift"
description: "Neuer Sessellift Stockhütte-Twäregg-Ängi."
language: "de"
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**Projekt Sessellift Stockhütte-Twäregg-Ängi** 
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**Für den Zusammenhalt zweier Teilgebiete**

 

**Die Anlage schafft die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige und ganzjährig nutzbare Infrastruktur.** **Die Verbindung Stockhütte-Twäregg-Ängi ist für einen geschlossenen Ski- und Erlebnisraum wichtig und leitet die Gäste zum gesamten Angebot.**

**Modernisierung mit Möglichkeit zur Ganzjahresnutzung**
Die Gondelbahn Emmetten-Stockhütte ist ein zentraler Zubringer und verteilt die Anreise ins ganze Ski- und Wandergebiet auf zwei Achsen, was Engpässe bei der Pendelbahn Beckenried verhindert. Die Anlage erhöht die Förderleistung, verkürzt die Wartezeiten und ersetzt zwei Skilifte. Ein Sessellift sichert einen durchgehenden, attraktiven Erlebnisraum und bildet gleichzeitig die Grundlage für eine mögliche Ganzjahresnutzung (z.B. Biker, Wanderer).

**Zeitplan / Meilensteine**
Machbarkeitsstudie (Garaventa): **Q3.2026**
Finanzierung sicherstellen: **Q4.2026**
Vorprojekt mit technischem Konzept: **Q4.2026**
Eingabe Baubewilligung: **Q2.2027**
Baustart: **Q2.2028**

**Investitionen**
CHF 10.5 Mio. - Sessellift (Stockhütte-Twäregg-Ängi)

 

Kritische Fragen - klare Antworten

Die beiden Verwaltungsratsmitglieder Walti Odermatt (Bauingenieur und Projektleiter Technische Beschneiung) und Alfred Bossard (Finanzspezialist) beantworten kritische Fragen verständlich:

- Warum braucht es auch noch einen neuen Sessellift für CHF 10.5 Millionen?*Walti Odermatt:* Der bestehende Skilift Twäregg — die einzige Verbindung zwischen Stockhütte und Klewenalp — entspricht nicht mehr den heutigen Komfort- und Förderleistungsansprüchen. Ohne diese Verbindung ist das Skigebiet in zwei getrennte Bereiche geteilt, was die Attraktivität massiv reduziert. Ein 4er-Sessellift mit 1400 Personen pro Stunde verbindet die beiden Teilgebiete zuverlässig, entlastet die Pendelbahn Beckenried, stärkt das Wintergebiet Stockhütte und schafft die Grundlage für eine Ganzjahresnutzung (Biker, Wanderer).
- 10.5 Millionen Franken für einen einzigen Sessellift - ist das nicht übertrieben?*Walti Odermatt:* Die Investitionssumme entspricht den heutigen Marktpreisen für einen modernen 4er-Sessellift mit der erforderlichen Förderleistung. Vergleichbare Anlagen in der Zentralschweiz bewegen sich in derselben Grössenordnung. Enthalten sind Bergstation, Talstation, Antrieb, Sicherheits- und Steuerungstechnik sowie die nötigen Anpassungen am Trasse. Die Anlage hat eine Lebensdauer von über 30 Jahren - die Konzession läuft bis 2058. Auf diesen Zeithorizont gerechnet, ist die Investition wirtschaftlich gut tragbar.
- Der bestehende Skilift liegt im Moorgebiet - ist der neue Sessellift dort überhaupt bewilligungsfähig?*Walti Odermatt:* Weil das bestehende Trasse problematisch ist, wurde für den neuen Sessellift eine optimierte Linienführung (Stockhütte-Twäregg-Aengi) gewählt, die das Moorgebiet so weit wie möglich umgeht oder nur überspannt. Die Stützenstandorte werden in Abstimmung mit der Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Nidwalden festgelegt. Eine Sesselbahn ist gegenüber einem Skilift ökologisch vorteilhafter, da sie weniger Bodenkontakt hat. Das Projekt wurde den zuständigen Stellen präsentiert und das grundsätzliche Verständnis für die Notwendigkeit wurde anerkannt.
- Wird Wald gerodet?*Walti Odermatt:* Die Transportleitungen erfordern in einigen Abschnitten Rodungen. Diese sind jedoch grösstenteils temporärer Natur. Das heisst: Nach Abschluss der Installationsarbeiten werden die betroffenen Flächen renaturiert. Wo dauerhaft Bäume entfernt werden müssen, sind gesetzlich vorgeschriebene Ersatzpflanzungen vorgesehen. Der Eingriff ist minimal und steht in keinem Vergleich zu den ökologischen Langzeitfolgen eines wirtschaftlichen Scheiterns der Region.
- Ein Sessellift im Sommer - ist das nicht überdimensioniert für ein paar Wandernde?*Walti Odermatt:* Der Sommerbetrieb ist ein zentrales Element der Wirtschaftlichkeit. Mountainbiking, Wandern und Familienangebote auf der Stockhütte und der Klewenalp wachsen seit Jahren. Mit dem neuen Sessellift werden diese Gebiete erstmals komfortabel verbunden - ein klarer Mehrwert für Tagesgäste und übernachtende Gäste. Zudem entstehen mit dem Wikkelhouse Village zusätzliche Übernachtungsgäste, die ein attraktives Sommerangebot suchen. Die Anlage zahlt also gleich auf zwei Saisons ein - das verbessert die Auslastung und damit die Wirtschaftlichkeit deutlich.
- Wenn der Sessellift kommt, wird die Pendelbahn Beckenried überflüssig?*Walti Odermatt:* Nein, im Gegenteil. Die Pendelbahn Beckenried bleibt das zentrale Zubringersystem ab dem Tal. Der neue Sessellift entlastet die Pendelbahn vielmehr, weil er die Skifahrer und Wandernden zwischen Stockhütte und Klewenalp direkt befördert - ohne Umweg über die Talstation. Das verkürzt Wartezeiten, verteilt die Frequenzen besser und erhöht den Komfort für alle Gäste. Pendelbahn und Sessellift ergänzen sich, sie konkurrieren nicht.
- Wann wird der Sessellift gebaut, und ist das Skigebiet während der Bauzeit eingeschränkt?*Walti Odermatt:* Die Realisierung erfolgt parallel zur technischen Beschneiung. Mit der Baubewilligung rechnen wir bis Ende 2026, der Baubeginn wäre ab Frühling 2027 vorgesehen. Die Bauarbeiten werden so geplant, dass die Wintersaison so wenig wie möglich beeinträchtigt wird - der Hauptteil der Arbeiten findet in den Sommer- und Herbstmonaten statt. Während der Bauphase bleibt die bestehende Verbindung in Betrieb, bis der neue Sessellift in Betrieb genommen werden kann. Die Inbetriebnahme ist auf die Saison 2028/29 ausgerichtet.
- Wie wird der Sessellift finanziert? Kommt das Geld zusätzlich zur Beschneiung?*Alfred Bossard:* Der Sessellift ist Teil der gemeinsamen Investition von 25.6 Millionen Franken, die auch die technische Beschneiung umfasst (Beschneiung 13.3 Mio., Sessellift 10.5 Mio.). Finanziert wird das Gesamtpaket über dieselben Quellen: Aktienkapitalerhöhung, eigene Mittel, Beiträge von Gönnerinnen und Gönnern, NRP-Förderung des Bundes sowie Fremdkapital von Gemeinden, Korporationen, Banken und Privaten. Beide Projekte sind im selben Finanzierungsplan abgebildet und im Schuldenabbauplan bis 2043 vollständig durchgerechnet.
- Warum bauen Sie nicht einfach nur die Beschneiung und verzichten auf den Sessellift?*Alfred Bossard:* Beschneiung und Sessellift bedingen sich gegenseitig. Schneesicherheit allein reicht nicht aus, wenn das Skigebiet aus Gästeperspektive in zwei getrennte Teilgebiete zerfällt - das ist heute der Fall. Umgekehrt nützt ein neuer Sessellift wenig, wenn an Saisonstart kein Schnee liegt. Wer das Wintergeschäft nachhaltig sichern will, muss beide Probleme lösen. Der Sessellift ist zudem ein wichtiger Baustein für die Sommernutzung und damit für die Auslastung über das ganze Jahr.
- Das Fremdkapital steigt auf CHF 18 Millionen — das kann die BBE AG doch nie zurückzahlen!*Alfred Bossard:* Die BBE AG hat in den letzten sechs Jahren bewiesen, dass sie Schulden systematisch abbaut: Die Verbindlichkeiten gegenüber der öffentlichen Hand wurden von CHF 6.7 Millionen auf CHF 1.5 Millionen abgebaut — ein Abbau von über 77 Prozent in sechs Jahren. Das neue Fremdkapital für die Investitionen wird gemäss unserer Finanzplanung von CHF 18 Millionen im Jahr 2028 auf CHF 3 Millionen im Jahr 2043 abgebaut — ein klar durchfinanzierter und realistischer Plan über 15 Jahre*.*
- Warum soll die öffentliche Hand via NRP-Gelder Millionen zinslos beisteuern?*Alfred Bossard:* NRP steht für Neue Regionalpolitik des Bundes — ein Bundesinstrument, das gezielt für Infrastrukturprojekte in Bergregionen geschaffen wurde. Die Klewenalp-Stockhütte ist als einziges Skigebiet, welches sich vollständig im Kanton Nidwalden befindet, genau jenes Projekt, für das diese Gelder bestimmt sind. Arbeitsplätze, Wertschöpfung, Tourismus — all das ist das erklärte Ziel der NRP. Der Kanton wird über die Volkswirtschaftsdirektion aktiv einbezogen.
- Eine Aktienkapitalerhöhung verwässert die bestehenden Aktionäre. Ist das fair?*Alfred Bossard:* Die Aktienkapitalerhöhung ist im genehmigten Kapitalband der Gesellschaft vorgesehen: 11'625 neue Aktien à CHF 250 ergeben CHF 2'906'250, dazu kommen bestehende eigene Aktien der Gesellschaft. Alle bestehenden Aktionäre haben das Bezugsrecht und können bei der Kapitalerhöhung proportional mitziehen. Der interne Wert pro Aktie beträgt rd. CHF 260. Somit findet für die bestehenden Aktionäre praktisch keine Verwässerung statt. Neue Aktionäre erhalten Aktien zum Nominalwert und damit eine Beteiligung an einer wachsenden Infrastruktur.
- An wen will die BBE AG alles herantreten? *Alfred Bossard:* Wir haben eine strukturierte Kontaktliste. Im Wesentlichen sind das die bestehenden Aktionäre, Kanton, Nachbargemeinden, Unternehmen, Private und Verbände. Der Lead für jeden Kontakt ist klar geregelt. Es gibt keine unkoordinierte Ansprache.
- Das Bewilligungsverfahren dauert ewig. Haben Sie die Zeit?*Walti Odermatt:* Wir haben die notwendigen Vorabklärungen bereits frühzeitig eingeleitet. Die Präsentation vor der Natur- und Landschaftsschutzkommission fand im November 2025 statt. Die Orientierung der Gemeindebehörden läuft. Das Projekt ist etappiert: Bereits in Phase 1 können erste Schneeerzeuger in Betrieb genommen werden, ohne dass das vollständige Bewilligungsverfahren für den Speichersee abgeschlossen sein muss. Wir handeln schrittweise und pragmatisch.