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Haus Tannen - Ferien im Baudenkmal

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Ferien im Baudenkmal verbindet Denkmalpflege und Tourismus. Historisch wertvolle Bauzeugen werden übernommen, sanft renoviert und als Ferienwohnungen vermietet. Das Modell ermöglicht einen doppelten Gewinn: Die Baudenkmäler erhalten eine neue Zukunft und die Feriengäste erleben einen Aufenthalt in einem aussergewöhnlichen Gebäude. Realisiert wird die Idee durch die Stiftung Ferien im Baudenkmal (FiB), welche 2005 durch den Schweizer Heimatschutz gegründet wurde.

Parkplatz: Der öffentliche Parkplatz ist etwa 50m vom Haus entfernt (neben dem Nachbarshaus). Der Parkplatz ist gratis und nicht gedeckt.  Die Strasse von Morschach zum Weiler Tannen ist teilweise eng und am Schluss wird die Strasse über den Wanderweg "Weg der Schweiz" geführt. Das Gepäck oder Einkäufe können vor dem Haus ausgeladen werden.
ÖV: Mit dem ÖV kann bis nach Morschach gefahren werden. Von dort steht ein Fussmarsch von etwa 45 Minuten an.
Anzahl Personen 8: Es ist ein Babybett (bis 2 Jahre) vorhanden. Das Haus bietet Platz für acht Gäste (plus Baby). Es stehen zusätzlich je zwei Betten in zwei Doppelzimmer, je ein Bett in zwei Einzelzimmer und ein Schlafsofa für zwei Personen zur Verfügung. 
Garten: Westseitig besteht ein Sitzplatz mit Festbankgarnitur. Es stehen zwei Liegestühle zur Verfügung.
WLAN: Im Haus haben Sie keinen WLAN Anschluss.
Geöffnet: Das Haus ist von April bis Oktober mietbar. 
Haustiere: Haustiere sind erlaubt. Im Kanton Schwyz herrscht für Hunde Leinenzwang. Wir bitten Sie, dies zu beachten.
Höhe: 800 m.ü.M.

Haus Tannen - mittelalterlicher, schwyzer Holzbau
Das Haus Tannen ist ein zweigeschossiger Blockbau und wurde auf einem steinernen Sockel erbaut. Der Bau mit seiner stattlichen, querrechteckigen Form gehört zum prägenden, identifikationsstiftenden Erscheinungsbild der Innerschweizer Kulturlandschaft. Dabei sind seit über 800 Jahren, äussere Gestalt ebenso wie das innere Raumgefüge nur unwesentlich verändert worden. Der geschossweise Aufbau in einem Art Modular- und Bauklotzsystem ist ein essentielles Konstruktionsprinzip spätmittelalterlicher Blockbauten. Jedes Geschoss bildet gewissermassen ein eigenes Geviert, das von Bohlen abgedeckt wird, wobei diese an zwei eiten über die Kanten des Geviertes ragen - eine Art Kasten mit Deckel. Auf diese neu geschaffene Ebene wird dann das nächste Geviert gesetzt. Ergänzt mit zeitgenössischen Möbeln und den neuen Küchen- und Sanitär-einrichtungen ergibt sich eine faszinierende Mischung aus Alt und Neu.

Geschichte & Informationen
Das alte «Tannen-Haus», das nach der Sage schon ungeführ um das Jahr 1290 herum gebaut wurde und später (um 1341) von Riemenstalden an diese Stelle in der Tannen versetzt worden sein soll, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Da Sisikon, Flüelen, Altdorf und der Gotthardpass, vor dem Bau der Axenstrasse von Schwyz aus nur auf dem Seeweg oder zu Fuss und mit Saumtieren über die Schyzerhöhe, oder über steile Wege durch den Ingenbohler Wald auf den Axenstein zu erreichen war, kam dieser alten Verbindung grosse Bedeutung zu. Tannen, damals «zu Matten» und später «Tannmatt» geheissen, lag auf diesem alten Saumweg an guter Position. Aufgrund von wissenschaftlichen Untersuchungen nimmt man an, dass das alte Tannenhaus auch als Herberge und Gasthof für Reisende ins Urnerland und Richtung Gotthard gedient haben soll. 

Renovation
Die Renovation des Haus Tannen wurde hoch sensibel und sorgfältig vorgenommen. Nicht nur die Struktur wurde erhalten, sondern soweit möglich alle historischen Holzböden und Aussenwandverkleidungen einer nächsten Generation weiter gegeben. Alle dem Komfort betreffenden Eingriffe wurden nicht in den Hauptbau von 1341 eingeschrieben, sondern sind übereinander liegend in der nordwestlichen Ecke situiert. Im Wohngeschoss wird die Abstellkammer und im Schlafgeschoss die mittlere südliche Schlafkammer mit sichtbaren neuen Massivholzflecken rekonstruiert. Die nordseitige Gibelwand wird aussen mit Hölzer aus Fichte verstärkt und mit einer einfachen Stülpschalung verkleidet. Ebenso die südwestliche Gwättiecke. Eine moderne Küche und das Badezimmer sorgen für einen den heutigen Verhältnissen angepassten Komfort. Die Küche ist vollständig ausgerüstet inkl. Backofen. Die Inneneinrichtung, welche von der Innenarchitektin Daniela Aeberli von Aeberli Vega Zanghi Architekten aus Zürich geplant wurde, besteht aus zeitgenössischen Möbeln von Schweizer Designern und Produzenten. Es ist ein Radio vorhanden, aber weder Fernseh-, noch Telefon- oder Internetanschluss.

WICHTIGE ERGÄNZUNG
Das Haus Tannen ist ein Baudenkmal, das mit grosser Rücksicht auf die vorhandene Substanz renoviert worden ist. Der Mieter ist sich dessen bewusst und begegnet dem Objekt mit Sorgfalt. Obwohl im Übrigen technisch zeitgemäss ausgestattet, entsprechen gewisse funktionelle Details heute gängigen Normen nicht und bergen eine allfällige Gefahrenquelle. Insbesondere soll hier auf den seit Jahrhunderten ausgetretenen Boden in der Essstube und die Neigung des Hauses hingewiesen werden. Die Deckenhöhe in der Stube beträgt nur 1.88 m. Ebenso führt eine steile Holztreppe in das obere Stockwerk. Diese Umstände sind dem Mieter bekannt. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal und e-domizil lehnen jede Haftung ab.

 

Kontakt

Tannen 3
6443 Morschach